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Der Star ist die Mannschaft

04.11.07

Mainpost

Der SV Rödelmaier will im Derby Tabellenführer Aubstadt ärgern
Der SV Rödelmaier könnte sich wohl keinen besseren Zeitpunkt für das Landkreis-Derby wünschen: Die Mannschaft von Trainer Wolfgang Schmitt ist komplett und in Top-Form. Vier Siege reihte sie im Oktober aneinander.
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Bezirksoberliga

SV Rödelmaier – TSV Aubstadt (Sonntag, 14.30 Uhr)

Klar, dass die Serie nicht unbedingt beim Lokalvergleich enden soll. „Nachdem wir in der vergangenen Spielzeit beide Partien gegen die Aubstädter verloren haben, wäre es schön, wenn wir in dieser zumindest einmal gewinnen“, fiebert Schmitt dem Anpfiff schon seit Wochen entgegen. Ganz anders sein Aubstädter Kollege Dieter Müller. Er will von einem besonderen Charakter des Kräftemessens nichts wissen. „Für mich ist das nicht das wichtigste Spiel des Jahres. Alle sind gleich wichtig“, äußerte der Trainer des Tabellenführers unlängst.

Für seine Mannschaft gelten umgekehrte Voraussetzungen, der Oktober war alles andere als golden: Nur vier Punkte heimste sie aus den jüngsten vier Begegnungen ein. Die Spitzenstellung in der Liga ist beim Derby gefährdeter denn je. Rödelmaier könnte mit einem Erfolg bis auf zwei Zähler an Aubstadt heran rücken. „Wir haben einen guten Lauf. Es wird verdammt schwer, aber wir wollen gewinnen“, spricht aus Rödelmaiers Jürgen Böck das Selbstbewusstsein des Aufschwungs.

18 Monate war Böck nach einer schweren Verletzung ausgefallen, wagte im Frühjahr die Rückkehr und startete im Spätsommer richtig durch. Seine Rückkehr auf den Liberoposten endete zwar am vierten Spieltag mit einem 0:3 in Frammersbach, danach aber ging es aufwärts mit dem SVR.

Die Behauptung, seine Rückkehr und der Positivtrend stehen in einem kausalen Zusammenhang, entlockt dem 26-Jährigen allerdings nur ein müdes Lächeln. Die Lorbeeren verteilt er auf alle Häupter: „Wir haben uns alle am Riemen gerissen. Jeder kämpft und läuft wieder für den anderen, jeder macht wieder das, was er soll.“
Zurück zum Erfolg

Oder anders: Der Star ist die Mannschaft, Rödelmaier kocht wieder nach seinem Erfolgsrezept der letzten Jahre. Das Grundgerüst bildet die Defensive, mit 14 Gegentoren hat Rödelmaier die drittwenigsten der BOL. Kaum überraschend findet Böck, dass dies mit ihm wenig zu tun hat: „Die Verteidiger und defensiven Mittelfeldspieler machen ihre Sache sehr gut. Ich muss nur versuchen, da zu sein, wenn sie einmal überspielt werden.“ Stabilität in der Abwehr war es, was die Aubstädter zu Beginn der Saison ausgezeichnet hatte. Zuletzt hagelte es jedoch viele, zu viele Gegentore. Allein bei den letzten drei Auftritten auf fremden Plätzen setzte es elf Einschläge. Daraus resultierten drei Niederlagen. „Wir haben keine Stammformation. Ständig sind wir zu Umstellungen gezwungen“, sagt Mittelfeldspieler Benjamin Holzheimer, der selbst schon als Verteidiger aushelfen musste.

Die Personalsituation, der die Rochaden geschuldet sind, bezeichnet Holzheimer als nicht optimal, als Erklärung für die Formdelle will er sie aber nicht heranziehen: „Darauf brauchen wir es nicht zu schieben.“ Von seiner Kampfeslust hat der 26-Jährige indes nichts eingebüßt: „Wir wissen, dass wir im Moment nicht unseren besten Fußball spielen. Aber im Derby gibt es keine Ausreden. Wenn wir 1:0 gewinnen und schlecht gespielt haben, ist mir das völlig egal.“