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Nach 2:0 nur 2:2 - Fehler werden gnadenlos und sofort bestraft

09.11.04


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Rhön- und Saalepost

Besondere Vorkommnisse: rote Karte gegen den Keilberger Wolfgang Gabel wegen groben Foulspiels (67.).
(nr) Es ist einfach wie verhext, der SV Rödelmaier kann zur Zeit einfach nicht gewinnen, selbst wenn die Mannschaft von Trainer Josef Francic ein gutes Spiel abliefert und nach gut 70 Minuten alles für den SV spricht. Gegen den TSV Keilberg zeigten die Hausherren jedenfalls von Beginn ein couragiertes und äußerst diszipliniertes Spiel.
Voller Eifer kämpften und rannten die SV'ler, boten den in der Tabelle doch deutlich besser platzierten Keilbergern mehr als nur Paroli, schatten es durchaus die Gäste zu beeindrucken. Für ihr deutlich aggressiveres Auftreten wurden die Hausherren nach einer knappen halben Stunde denn auch mit der Führung belohnt und die war richtig schön herausgespielt.
Frank Johannes hatte sich über rechts wunderbar durchgesetzt, sah den mitgelaufenen André Mauer und spielte diesem die Kugel sauber in den Lauf. André Mauer zeigte ebenso, dass er den Ball zu behandeln weiß und schlenzte das Objekt der Begierde unhaltbar ins lange Eck (28.).
Und die Hausherren setzten nach. Nur fünf Minuten später hatte sich Vitali Tschebunjaev mit einer feinen Einzelleistung durchgearbeitet. Doch seinen nun wirklich nicht schlechten Schuss konnte Keilbergs Keeper mit einer Glanzparade gerade noch entschärfen.
Ansonsten blieben Tormöglichkeiten allerdings eher Mangelware, da beide Mannschaft, besonders in der Rückwärtsbewegung, sehr diszipliniert agierten. Für die erste wirkliche Aufregung in Durchgang zwei sorgten zunächst zwei äußerst unschöne Aktionen. Und beide Male waren dieselben Protagonisten beteiligt: Keilbergs Wolfgang Gabel und Rödelmaiers Frank Johannes, wobei der SV'ler jeweils den unfreiwilligen Part einnahm.
Denn binnen weniger Minuten "knöpfte" sich Gabel den Rödelmairer Youngster gleich zweimal vor. Beim ersten Foul sah Gabel noch gelb, die zweite Attacke von hinten in die Beine war dann sogar dermaßen brutal, dass der Unparteiische den Keilberger Verteidiger statt mit gelb-rot gleich mit der roten Karte bedachte (67.).
Nun agierten die Hausherren in Überzahl und alles sah gut aus, zumal Trainer Josef Francic in der Folge ein äußerst glückliches Händchen an den Tag legte. In der 74. Minute setzte der eingewechselte Christian Hofgesang den nur drei Minuten zuvor aufs Spielfeld gekommenen Timo Sitzmann in Szene und der fackelte nicht lange _ 2:0.
Jetzt sah wirklich alles nach dem dritten Saisonsieg der Hausherren aus, die drei Punkte schienen nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Doch eine Nachlässigkeit in der Abwehr, als sich ein jeder auf den anderen verließ, brachte Keilberg wie aus dem Nichts wieder zurück (81.). Wieder einmal waren die Rödelmairer, wie schon so oft in dieser Saison, für einen Fehler gnadenlos und postwendend bestraft worden.
Doch es sollte an diesem kalten Nachmittag noch dicker für die Rödelmairer kommen. Nur zwei Minuten später waren alle Siegeshoffnungen dahin, als Thorsten Zeuch den Ausgleichstreffer markierte. Besonders bitter der Umstand, dass sich der Keilberger in äußerst abseitsverdächtiger Position befand _ selbst Keilberger Zuschauer attestierten dem Unparteiischen in diesem Fall eine klare Fehlentscheidung.
Sei's drum, im Endeffekt hatten es sich die Hausherren selber zuzuschreiben, dass man nach 90 Minuten nur mit einem Pünktchen dastand, denn mit etwas mehr Cleverness hätte der Dreier in Rödelmaier bleiben müssen. Das war auch den Spielern klar _ sie schlichen nach Spielende dementsprechend geknickt vom Feld.